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Strukturiert aus der Datenfalle: Automatische Klassifikation von Bauteildaten

Fachartikel der "Konstruktion", Ausgabe 10/2009

Die steigende Produktkomplexität konfrontiert Fertigungsunternehmen mit einer Datenflut verschiedenster Stamm- und Bauteildaten. Uneinheitliche oder intransparente Benennungen führen zu Ineffizienzen in Konstruktion und Einkauf und höheren Kosten der Beschaffung und Fertigung. In Klassifizierungsprojekten der simus systems GmbH werden sehr große Datenbestände mit einer individuellen Methodik und modernen Software-Tools bereinigt und strukturiert. In einem überschaubaren Zeitrahmen wird die Basis für schnelle IT-Migrationen, eine erhöhte Bauteilwiederverwendung oder einen reduzierten Teilebestand gelegt.

Die kundenspezifischen Anforderungen an Produkte verlangen maßgeschneiderte Lösungen und damit Spitzenleistungen von den Konstruktionsabteilungen. Die wachsende Produktkomplexität lässt die Anzahl der neu konstruierten 3D-CAD-Modelle jeden Monat anschwellen. Mit der Datenflut schleicht sich zwangsläufig Unordnung in den Datenbestand ein. Denn die Benennung und Klassifikation von Konstruktionsmodellen nach relevanten Sachmerkmalen benötigt viel Zeit und Aufwand. Schwer beherrschbare Namenskonventionen im Unternehmen führen bei manueller Eingabe häufig zu Fehlern und Abweichungen. Nicht selten existieren solche Standardisierungen gar nicht. Je mehr Konstruktionsarbeitsplätze vorhanden sind, desto größer ist die Gefahr eines uneinheitlichen Datenbestandes. Die daraus resultierenden Nachteile sind mannigfach: Die mangelnde Transparenz erschwert die Suche nach vorhandenen Lösungen. Wiederverwendung findet nicht statt, bereits existierende Bauteile werden neu konstruiert und mehrfach in den Bestand aufgenommen. Nun verbraucht nicht nur das ineffiziente Datenmanagement unnötig Zeit und Kosten. Durch geringe Stückzahlen vieler verschiedener Artikel kämpft die Beschaffung vergebens um niedrigere Preise und die Fertigung kleiner Losgrößen resultiert ebenfalls in höheren Stückkosten. Schließlich bindet die Lagerhaltung dieser unterschiedlichen Kauf- und Fertigungsteile wertvolles Kapital. Unternehmen jeder Größe sind also gut beraten, ihre Datenbestände zu bereinigen und die Teileflut einzudämmen.

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