Durch Datenmanagement Zulieferteile besser einkaufen

Der Digitalverband Bitkom hat deutsche Industrieunternehmen zur Digitalisierung befragt und festgestellt: Jede vierte Maschine in Deutschland ist bereits smart! Den Spitzenplatz unter den Branchen belegt hierbei der Maschinenbau – dort setzt bereits jedes dritte Unternehmen Lösungen der Industrie 4.0 ein. Dabei beschränken sich Hersteller nicht nur auf die Produktion, sondern nutzen Automatisierung auch in anderen Bereichen, wie dem technischen Einkauf. Möglich ist das durch Datenmanagement-Software wie simus classmate: Diese extrahiert und analysiert Informationen aus CAD-Modellen, Datenbanken sowie dem ERP und hilft so zum Beispiel, den optimalen Lieferanten für ein bestimmtes Teil schneller zu finden.

Viele Hersteller setzen bereits auf die neuen Technologien der Industrie 4.0, um Prozesse in Konstruktion und Produktion erfolgreich zu automatisieren. Grundlage hierfür ist in allen Fällen eine Vernetzung der Maschinen und ein verlässlicher Dateninput, um diese zu steuern. Ist die umfangreiche Infrastruktur einmal installiert, kommt schnell die Frage auf, ob diese nicht auch in anderen Bereichen genutzt werden kann. Die Antwort lautet: Ja! Zum Beispiel für den Betrieb datengestützter Assistenzsysteme im Einkauf. Diese helfen Mitarbeitern dabei schnell einen Überblick zu gewinnen, verfügbare Informationen optimal zu nutzen und beschleunigen die Entscheidungsfindung.

Das Werkzeug erster Wahl: Datenanalyse

Die Datenmanagement- und Analyse-Software simus classmate ist speziell auf den Umgang mit technischen Massendaten, einer Klassifikation von CAD-Modellen und konstruktionsbegleitender Kalkulation ausgerichtet und legt so den Grundstein für die Automatisierung vieler Prozesse in Fertigungsunternehmen. Hierfür müssen nicht einmal neue Daten erhoben oder eingepflegt werden. Die Software-Suite nutzt das bereits bestehende Material aus ERP- und PDM-Systemen sowie unternehmenseigenen Datenbanken, analysiert es und erstellt für den Anwender eine aussagekräftige Übersicht. So werden alle verfügbaren Informationen herangezogen, um Entscheidungen verlässlich vorzubereiten.

Im ersten Schritt greift die Software auf die technischen Informationen der Bauteile zu. Um die Daten auszulesen wird eine speziell patentierte Lösung genutzt, die CAD-Modelle anhand definierter Parameter, wie Oberflächengüten, Abmessungen und Werkstoffen automatisch klassifiziert. Weiterhin ermittelt die Software alle für die Fertigung erforderlichen Technologien: Welche Bearbeitungsvorgänge und Maschinen werden eingesetzt? Wie lange dauert die Fertigung der Teile und wieviel Material wird hierfür benötigt? Aus den technischen Details sowie den Rahmenbedingungen der Fertigung generiert simus classmate für jedes Bauteil einen Warengruppenschlüssel.

Im zweiten Schritt wird eine Lieferantenanalyse durchgeführt. Aus Informationen zu bereits in der Vergangenheit beschafften Fertigungsteilen leitet die Software eine Lieferantenmatrix ab. Darin ist im Detail festgehalten, welche technischen Lösungen der Lieferant anbieten kann. Das ebnet den Weg für den nächsten Schritt: die Lieferantenauswahl.

Daten sortieren, statt Informationen verlieren

Der Einkauf profitiert hierbei besonders von den automatisierten Verfahren, die simus classmate bei der Auswertung verwendet: Durch die vereinten Informationen des Warengruppenschlüssels und der technischen Lieferantenanalyse schließt sie die Lücke zwischen Bauteil und möglichen Fertigungspartnern. Dem Einkauf wird auf dieser Basis vollautomatisch ein Vorschlag unterbreitet und die Bewertung der Lieferanten kann viel schneller erfolgen. Außerdem besteht die Möglichkeit Bauteile mit ähnlicher Klassifizierung zusammenzufassen, um diese gemeinsam anzufragen. So ist er bestens informiert und kann sich bei der Auswahl auf die aussichtsreichsten Kandidaten beschränken.

Kaufen oder konstruieren?

Kosten visualisiert am Bauteil

Die Kostentreiber lassen sich über unterschiedliche Bearbeitungen hinweg ermitteln und visualisieren.

Neben der Lieferantenzuordnung ermittelt simus classmate auch die zu erwartenden Beschaffungskosten, und dies bereits nach Losgrößen gestaffelt. Mit einer solchen Vorkalkulation ist sofort eine Basis für Preisverhandlungen geschaffen. Für eine detaillierte Darstellung lassen sich per Knopfdruck Flächen im CAD-Modell nach Kostenintensität einfärben. Einzelne Arbeitsschritte werden so nachvollziehbar und der Nutzer kann aufwendige Bearbeitungsvorgänge und Kostentreiber schnell identifizieren. Auf einen Blick zeigt die Anwendung dann genaue Informationen zu den benötigten Bearbeitungsverfahren, -zeiten und anfallenden Kosten des jeweiligen Teiles.

Besitzt das Unternehmen hingegen selbst alle Technologien, um die benötigten Teile zu fertigen, können auf Basis der ausgewerteten CAD-Modelle auch fundierte Make-or-Buy-Entscheidungen getroffen werden.

Entschließt man sich hierbei für die Eigenproduktion, generiert die Software anhand der Bauteilanalyse vollautomatisch Arbeitspläne für die Herstellung. Aus diesen Produktionsvarianten kann der Nutzer nun den sinnvollsten Vorschlag auswählen. Die Detailtiefe ist hierbei frei definierbar und die Pläne können in verschiedenen Formaten, wie zum Beispiel Excel oder ASCII/CSV, ausgegeben werden. Zusätzlich existiert für die Software bereits eine Direktschnittstelle zu SAP, sodass die erzeugten Arbeitspläne direkt dorthin übertragen werden. Das entlastet die Arbeitsvorbereitung von Standard-Aufgaben und verschafft ihr mehr Zeit sich komplexeren Angelegenheiten zu widmen. Darüber hinaus werden Übertragungsfehler vermieden und garantiert, dass immer die aktuellsten Datensätze als Grundlage für die Planung verwendet werden.

Durch Datenmanagement Digitalisierung gestalten

Viele Unternehmen wissen von den Vorteilen der Digitalisierung und treiben deshalb den Ausbau der innerbetrieblichen Infrastruktur voran. Das volle Potenzial der Umstellung wird allerdings erst nutzbar, wenn sie als ganzheitlicher Transformationsprozess des Unternehmens verstanden wird. Der Gewinn liegt darin, verfügbare Datenquellen möglichst clever zu nutzen und so einen Mehrwert zu schaffen.

Lösungen wie simus classmate setzen genau hier an: Die vorhandenen Datenbestände werden analysiert, strukturiert, bereinigt und geordnet, um einen Informationsgewinn zu erzeugen. Egal ob im Einkauf, der Konstruktion oder Arbeitsvorbereitung – Mitarbeiter werden hierdurch entlastet und bekommen valides Datenmaterial für Entscheidungen an die Hand.

Nebenbei verringert das intelligente Datenmanagement die Fehlerquote und verbessert die Datenhygiene. So gewinnen Unternehmen nicht nur bessere Workflows über alle Abteilungen hinweg, sondern schaffen auch die optimale Grundlage, um die Digitalisierung weiter voranzutreiben und noch wettbewerbsfähigere Strukturen zu etablieren.

 

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Screenshots: simus systems GmbH